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Haben Sie Ihre Daten und Dokumente schon für die Ewigkeit gerettet? Wo haben Sie Ihre Erinnerungen sicher aufbewahrt? Was früher die Feuer- und Brandschränke waren, das ist heute der Tresor und die Festplatte. Doch Festplatten gehen kaputt, Dateien werden unlesbar, Bilder verschwinden spurlos. Der Datenzerfall bedroht das Gedächtnis der Menschheit!
Die Digitalisierung ist zwar praktisch, aber nicht nachhaltig. Mit dem stetigen Anwachsen der Datenflut wächst der Stromverbrauch. Allein im Jahr 2020 sind weltweit mehr als 60 Zettabyte (ZB) an Daten in Archiven und Datenzentren gespeichert worden. Vergleicht man das mit der Datendichte eines Buches, dann wäre ein Bücherregal mit 60 ZB zehn Mal so lang wie der Durchmesser des Sonnensystems.

Die Tendenz ist stark steigend. Treibende Kraft hinter dem enormen Wachstum an Daten sind nicht zuletzt die Milliarden von Smartphone-Benutzern, die immer mehr Fotos und Videos in immer höherer Auflösung hochladen und teilen. Das führt dazu, dass laut einer Berechnung 2030 bereits bis zu zwanzig Prozent des weltweiten Energieverbrauchs allein auf das Senden, Bearbeiten und Behalten von Daten entfallen wird. In nicht allzu ferner Zukunft könnte die Energie laut Experten nicht mehr ausreichen, all diese Daten zu speichern – man müsste dann entscheiden, welche Daten verzichtbar sind. Das Szenario wird in Fachkreisen salopp „globaler Alzheimer“ genannt. Diese Tragik ist zugleich Kennzeichen unserer von Vergänglichkeit geprägten Welt. Die Bibliothek in der antiken Stadt Alexandria soll eine der größten der Welt gewesen sein. Bis zu 700.000 Schriftrollen sämtlicher Bereiche der damaligen Geisteskultur hatte man dort aufbewahrt und zugänglich gemacht: Astronomie, Mathematik, Medizin, Philosophie. Heute existiert keine einzige Handschrift mehr, die aus dieser riesigen Bibliothek stammt.
Gibt es nicht doch ein Langzeitarchivierungsformat, das die Zeiten überdauert? Gibt es nicht doch ein Dateiformat, das jeden Technologiewechsel übersteht?
Im Neuen Testament schreibt der Apostel Paulus den Korinthern:
„Euer Leben ist wie ein Brief, der in unsere Herzen geschrieben wurde. Jeder kann ihn lesen und erkennen, was wir unter euch getan haben. Ihr seid ein Brief Christi, von uns geschrieben, aber nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes: nicht auf Steintafeln, sondern in die Herzen der Menschen.“ (2.Korinther 3,2-3, Neues Leben Übersetzung)

Schriftrollen, gebundene Bücher, Tonbänder, Server, Kristallspeicher: Die Formen, Wissen und Erfahrungen zu speichern, verändern sich, doch alles vergeht. Unvergänglich ist allein die Bibliothek, die Jesus in unser Herz schreibt. Es ist das Langzeitarchivierungsformat der Christenheit, die auf diese Weise die Botschaft von Jesus von Generation zu Generation weitergibt.

Herzliche Grüße,
Carsten Buhr